Traditioneller Frühlingsgruß in Ostwestfalen‑Lippe

Zum Start in den Frühling verschenken die Beraterinnen der Prostituiertenberatungsstelle THEODORA auch in diesem Jahr sogenannte „Märzchen“ im Rahmen ihrer aufsuchenden Arbeit in Ostwestfalen‑Lippe. Diese kleinen rot‑weißen Bänder – in Bulgarien, Rumänien und Moldawien als „Marteniza“ bekannt – werden traditionell ab dem 1. März an Menschen verschenkt, denen man Gesundheit, Glück und ein langes Leben wünscht.

Der Brauch sieht vor, das Armband so lange zu tragen, bis ein erstes Frühlingszeichen erscheint, etwa ein Storch, Knospen oder die ersten Blumen. Anschließend wird das Märzchen als Hoffnungszeichen an einen Baum gehängt oder an einem besonderen Ort abgelegt.

Mit dieser Geste möchten die Beraterinnen von THEODORA den Sexarbeiterinnen in der Region Wertschätzung entgegenbringen und ihnen für das kommende Jahr Gesundheit und Zuversicht wünschen. Die Märzchen‑Aktion verbindet kulturelle Tradition mit einem Zeichen der Solidarität und schafft einen warmen, respektvollen Moment im Arbeitsalltag der aufsuchenden Beratung.